FAQ rund um Airsoft

Airsoft Begriffe

Die Bang-Regel kommt zum Einsatz, wenn die Entfernung zum Gegner sehr nah ist. Man drückt mit der Airsoft Gun(ASG) nicht ab, sondern sagt lediglich „Bang“.  Hierfür muss vor dem Rufen die ASG zwingend in die Richtung des Gegenspielers gehalten werden.  Somit ist der gegnerische Spieler aus dem Spiel und ist gleichwertig mit einer getroffenen BB.

Der Sinn ist hierbei unnötige Verletzungen zu vermeiden.

Mit Backup ist die sekundäre ASG gemeint, die eine geringe Energie an Joule hat, als die primäre ASG. Meistens sind diese AEPs mit < 0.5 Joule oder mit Gas/CO2 max. 1 Joule. Eine Backup ist oft Pflicht, da man im Spielverlauf auf Gegner mit geringer Distanz begegnet z.B. Treppenhäuser, Häuser, Räume etc. Der Zweck ist hierbei nicht die stärkere primäre ASG zu verwenden, um unnötige Verletzungen zu vermeiden.

Wenn man von einer BB getroffen wurde, sagt man lautstark HIT, zieht seinen Deathrag(Warnweste, Leibchen) hevor und geht zurück zum Spawn(Startpunkt).

Das Ansagen von Positionen von Gegner oder ähnliches ist nach dem Ausscheiden nicht erlaubt. Es darf erst wieder kommuniziert werden, wenn man am Startpunkt angelangt ist.

Der Deathrag, der eine Warnweste oder gelben/orangenes Leibchen sein kann, wird nach HITs gezogen, um zu signalisieren, dass man bereits getroffen wurde und  man unterwegs zum Startpunkt ist.

Man hält den Deathrag vor der ASG oder man hält eine Hand mit dem Deathrag in die Höhe und bewegt den Arm bei Bedarf.

Im Airsoft Bereich nennt man so die 6mm große Rundkugel, die verschossen wird.

Auf sämtlichen Airsoft Geländen ist das Benutzen von Bio BBs Pflicht, da diese unweltschonend und nicht aus Plastik sind.

Die Hauptbestandteile einer Bio BB sind etwa zu über 60% Asche, Fette und Proteine als Bindemittel in geringer Menge. Ggf. bei anderen Marken aus anderen unweltfreundlichen Bestandteilen.

Tags: 6mm, BB, Bio

In Airsoft werden die Spielgeräte ASG (Airsoft Gun) bezeichnet.

Diese sind so gut wie in allen Fällen nach deutschem Gesetz Anscheinswaffen, die dem Umgang und weiteres in gesetzlichen Vorschriften u.a Waffengesetz festgelegt sind(s. auch FAQ „gesetzliche Vorschriften“).

Eine ASG verschießt sog. 6mm Rundkugeln(BBs), die aus Plastik oder aus unweltfreundlichen abbaubaren Bestandteile(Bio-BBs) bestehen können.

Eine ASG kann auf drei verschiedene Arten angetrieben werden. Diese wären Federdruck(Spring), Gas/CO2 und elektrisch.

Die meist verbreitete Art ist elektrisch, da diese Art nicht abhängig vom Wetter ist und kein nachfüllen von CO2 Kartuschen oder Gas erforderlich ist, sondern ein Akku, der für viele Stunden für ein Spieltag ausreicht.

Die ASGs kann man dann noch weiter in Gattungen unterteilen wie Scharfschützengewehr(meistens Federdruck), Sturmgewehr(elektrisch, Gas/CO2) und Pistolen(Federdruck, elektrisch, sog. AEPs und Gas/CO2)

Generell ist die Sekundär-ASG schwächer als die Primär-ASG, da es auf vielen Spielfelder zum Glück Sekundär-ASG (Backup genannt)Pflicht gibt, die ab einer bestimmten Distanz z.B <=5 Meter zu benutzen ist.

Ausgenommen von einem Hi-Cap, braucht man einen Speedloader, um Magazine schnell zu befüllen. Man kann Pistolenmagazine mit max. 30 BBs auch einzeln befüllen, aber bei Mid-Caps mit möglichen 90-110 BBs dauert es einfach zu lange.

Das Fassungsvermögen von einem Speedloader an BBs unterscheidet sich erheblich z.B. gibt es welche, wo 90 BBs oder 400 BBs reinpassen. Hier ist es Geschmacksache, welche man nimmt.

Pro Drücken werden 4 BBs ins Magazin gedrückt.

Bei (S-)AEGS sind es verschiedene Magazinarten, die unterschiedlich an Menge von BBs aufnehmen können:

  • MilSlim/Real Caps: max. 30,40,60  BBs
  • Low Caps: bis 90 BBs
  • Mid Caps: 90 bis 140 BBs
  • High Caps: 150 BBs bis 300 BBs

Ausgenommen bei Hi Caps, benötigt man für die anderen Caps vorzugsweise einen Speedloader, damit die Magazine schnell befüllt werden können.

Weiter ist zu beachten, dass Hi Caps an einigen Spielorten und Events nicht gestattet oder erwünscht ist.

Zu Beginn fragt man sich welches Gewicht der Kugeln für welche Mündungenergie geeignet ist.

Universalkugeln sind hier klar die BBs mit 0,20g. Für dieses Gewicht gibt es die meisten Angebote und gibt es in verschiedene Varianten wie 1000, 2000 und 5000 BBs in einer Packung.

Danach folgen die 0,25g, die es z.B. in einer Packung mit 4000 BBs zu kaufen gibt.

Man sollte hier darauf achten stets BioBBs zu benutzen, wenn außerhalb von Gebäuden gespielt/geschossen wird.

Weiterer Punkt ist der Preis der BBs. Man sollte hier nur qualitative hochwertige BBs kaufen, die zwischen 15-20 Euro pro kg (5000 bei 0,20g / 4000 bei 0,25g) kosten.

Tests zeigten, dass bei einer Reichweite bis 30-35m sich die Flugbahn der BB bei 0,20g und 0,25g nicht großartig abweichen. Da 0,20g günstiger sind, sollte man bei max. Reichweite von 30m oder bei max. 0.5J die 0,20g kaufen.

Es gibt auch positive Erfahrungen, wo bei Backups, d.h. AEPs mit max. 0.5J auch 0,25g genommen werden, damit die Flugbahn nicht durch Gräser oder sonstiges gestört wird. Die Reichweitenverringerung wird in Kauf genommen, da ab einer gewissen Reichweite, abhängig von der Mündungenergie, die primäre wieder zum Einsatz kommt und so kein Nachteil entsteht.

Mündungenergie in Joule Gewicht in g
bis 0,5 0,2
bis 1 0,23
bis 1,5 0,25
2 0,28 / 0,30

Quelle: Orientierungtabelle von airsoft-bullets.de

Für mehr detailierte Info hilft die o.g. Seite. Letzendlich muss man selber herausfinden, welche Kugeln man für welche Mündungenergie nun benutzen will.

Man sollte sich aber im Klaren sein, dass bei Nutzung von schweren BBs der Treffer beim Gegenspieler bei gleicher Reichweite die schweren BB noch mehr an Energie besitzen.

Beispiel einer ASG mit 1,5J:

  • Bei 5 Meter trifft eine 0.30 BB auf das Ziel mit Restenergie von ca. 1.18 Joule. Bei 0.20 BB sind das 1 Joule. Bei 0.25 BB 1.15 Joule.
  • Bei 10 Meter: 0.20 = ca. 0.7J ; 0.25 = 0.8J ; 0.30 = ca, 0.9J
  • Bei 15 Meter: 0.20 = ca. 0.45J ; 0.25 = 0.58J ; 0.30 = ca. 0.69J
  • Bei 20 Meter: 0.20 = ca. 0.30J ; 0.25 = 0.42J ; 0.30 = ca. 0.52J
  • Bei 30 Meter: 0.20 = ca. 0.15J ; 0.25 = 0.22J ; 0.30 = ca. 0.32J
  • Bei 50 Meter kommen 0.20g BBs in 1.3 Sekunden an. 0.25 BB in 1.1 Sekunden und 0.30 BB in 1.05 Sekunden. Alles unter 30 Meter ist die Zeit gleich egal welches Gewicht
  • Bei 1,5J (@0,20g) Mündungsenergie der Airsoft Gun haben 0,25 BBs die geradeste Flugbahn
  • Bis 45 Meter (mit HopUp) erreichen alle Gewichte ab 0,20g die angebene Reichweite bzw. je schwerer die BBs ein paar Meter weiter mit unterschiedlichster Flugbahn

Quelle: airsoftaustria-tech.blogspot.de – Diagramme von Nathan aus „The Airosft Trajectory Project

Hier meint man, dass die Airsoftwaffen auf die Höhe der Mündungsenergie in Joule oder FPS gemessen werden.

In Deutschland gilt i.d.R. folgendes:

Pistole/Sekundäre: max. 1.0 Joule

Gewehr/Primäre: max. 1.5 Joule

Sniper: max. 2.5 Joule.

Die Werte beziehen sich auf BBs mit Gewichtung 0.20g, die allgemein fürs Chronenn genommen wird und bei Verkauf angegeben werden.

Gesetzliche Vorschriften

Hinweis: Folgender Text stellt keine juristische Beratung dar, sondern basiert auf eigene Erfahrungen und Recherchen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die ASGs dürfen nur transportiert werden, wenn sie sich in einem neutralen Behältnis verdeckt befinden. Zudem muss sichergestellt werden, dass das Behältnis wie Waffenkoffer oder Waffentasche abgeschlossen ist z.B. mit Vorhängeschlösser.

Es ist zu empfehlen ASGs und Munitionen seperat zu transportieren.

Quelle: WaffG §42a Absatz 2 Punkt 2 http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/index.html – Besucht am 27.09.2016

Hinweis: Folgender Text stellt keine juristische Beratung dar, sondern basiert auf eigene Erfahrungen und Recherchen. Alle Angaben ohne Gewähr

Für die Differenzierung bezogen auf das Mindestalter für Kauf, Benutzung sowie Führen der Airsoft Guns (ASGs) unterscheidet man zwischen ASGs bis 0.5 Joule Mündungsenergie und ASGs ab 0.5 J bis 7.5 J.

Mindestalter für Kauf und Benutzung sowie Führen von ASGs

Für den Kauf und Benutzung von ASGs bis 0.5 Joule ist kein festes Mindestalter gesetzlich vorgeschrieben. Die Händler beschränken sich allerdings auf ein Mindestalter von 14 Jahre. Das Führen der ASG in der Öffentlichkeit ist verboten, wenn es sich um eine Anscheinswaffe handelt (Quelle: WaffG §42a Absatz 1 Punkt 1).

Für den Kauf und Benutzung von ASGs ab 0.5J bis 7.5J muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Hier ist es zwingend notwendig, dass die ASG mit einem F markiert ist. Das Führen der ASG ist in der Öffentlichkeit verboten.

Hinweis zur Kauf einer ASG über 0.5 Joule und F Markierung

Beim Kauf einer ASG über 0.5 Joule muss die ASG ein F Markierung haben. Die F Markierung ist nur legal, wenn der Importeur in dieser Liste zu finden ist. Sollte der Importeur nicht in der Liste zufinden sein, dann ist das F nicht legal. Deshalb markieren deutsche Shopbetreiber die ASGs mit ihren eigenen Markierungen, damit das F legal wird und somit die ASGs auch (Quelle: Airsoft-Verzeichnis).

Hinweis der Benutzung der ASGS auf Privatgelände, Schießstätten und Spielorte von Veranstalter.

Außerhalb von Schießstätten z.B. auf Privatgelände darf nur mit Waffen  bis 7.5 Joule Bewegungsenergie (WaffG §12 Absatz 4 Punkt 1 a) geschossen werden und die Bauart nach §7 Beschussgesetzes zugelassen ist, wenn man Inhaber des Privatgeländes ist oder man eine Erlaubnis(am Besten schriftlich) vom Betreiber z.B. Vermieter des Geländes hat (WaffG §12 Absatz 4 Punkt 1). Das Gelände muss zudem befriedet sein und die Waffe nur mit Kartuschenmunition (WaffG §12 Absatz 4 Punkt 1 b) schießen kann.

Neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, sollte man mit Vorsicht genießen auf Privatgelände zuschießen, da ASGs Anscheinswaffen sind und bei falscher Ausübung ein Polizeieinsatz aufgrund besorgter Bürger provoziert werden könnte. Generelle Einsicht und vollautomatisches Feuern sollte vermieden werden. Mit übertriebender Mündungsenergie sollte nicht geschossen werden.

Auf Schießstätten kann ohne Erlaubnis des Gesetzgebers mit ASGs geschossen werden (WaffG §12 Absatz 4). Natürlich bedarf es die Erlaubnis der Betreiber der Schießstätte. Hier sollte angefragt werden, ob das Schießen mit ASGs kein Problem darstellt.

Das Benutzen und das Spielen auf Gelände von Veranstalter ist problemlos, da die Veranstalter dafür verantwortlich sind die Spielfläche nach gesetzlichen Vorschriften  abzusichern wie z.B. das Geschosse nicht das Gelände verlassen können.

Dass die Veranstalter verantwortlich sind, bedeutet aber nicht sich wie der letzte Penner zu verhalten. Wir wollen alle auf den Spielfeldern weiterhin legal spielen und das bedeutet sich an deren Regeln sowie an gesetzliche Vorschriften zu halten.

Auch nützlich:
http://www.airsoft-verzeichnis.de/index.php?status=forum&forennummer=&sp=1&threadnummer=0000019220
Handzettel Rechtslage Airsoft in Deutschland (Original Download: http://www.airsoft-verzeichnis.de/index.php?status=forum&forennummer=0000000266)

Hinweis: Folgender Text stellt keine juristische Beratung dar, sondern basiert auf eigene Erfahrungen und Recherchen. Alle Angaben ohne Gewähr.

In Deutschland ist die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) u.a. dafür zuständig Pyrotechnik zu prüfen.

Ist die Prüfung erfolgreich, so erhält das einzuführende Produkt eine BAM-Nr. und kann legal in Deutschland verkauft und benutzt werden.

Die BAM-Nummern der jeweiligen Produkte sind auf der Homepage der BAM zu finden.

Hat eine Rauchgranate eine BAM-Nr., die nicht in einer der Listen der BAM zu finden ist oder keine BAM-Nr. hat, dann ist die Rauchgranate illiegal.

In der Regel kann man sich, aber auf die BAM-Nr. auf den Rauchgranaten verlassen.Trotzdem sollte man bei unbekannten Produkten die BAM-Nr. und die explizite Verwendung für Airsoft überprüfen.

Weiter sollte man darauf achten, dass die Farben Weiß und Orange nicht benutzt werden und die Rauchgranaten, abgesehen von der Zündung, kalt abbrennen.

Quelle: https://old.bam.de/de/service/amtl_mitteilungen/sprengstoffrecht/sprengstoffrecht_medien/id_kategorie_p1.htm